Letzte Aktualisierung
20.01.2014 06:16
Niederhosenbach
Schneiders
Mühle
Viele Niederhosenbacher
empfanden es als einen schmerzlichen Verlust für das Lebensbild des Dorfes, als
1958 Albert Schneider den Mahlbetrieb in seiner Mühle einstellte. Schon der um
1800 geborene Heinrich Schneider, Großvater von Albert Schneider, war Müller
tätig. In den Akten des Mühlbetriebs konnte man nachlesen, dass der
Mühlbetrieb, wegen Zusammenbruchs des Mühlrads, am 26. 10. 1905, für vier Jahre
ruhen musste. Die Instandsetzung kostete damals über 3387 Mark. Am 12. 05. 1909
wurde die Mühle dann wieder in Betrieb genommen. In den folgenden Jahren wurden
etwa 50 Tonnen Roggen und Weizen gemahlen. Die Schneiders-Mühle war eine reine
Lohnmühle. Die Landwirte mussten zwischen 60 und 70 Pfennig für einen Zentner
Getreide, als Mahllohn bezahlen. Wenn genügend Wasser
vorhanden war, lag die Leistung der Mühle bei etwa 10 Zentnern pro Tag. Der Tagelöhner
Göttmann, der bei Schneider beschäftigt war, erhielt 1,50
Mark pro Tag, und bei Saisonarbeit 2 Mark. In den bäuerlichen
Hauptarbeitszeiten wurde auch in den Nachtstunden gemahlen.
Quelle: Bildband Niederhosenbach von W.Hey
Müller
/ Pächter / Besitzer