Lockersmühle
(Henne-Mühle, Göttgesmühle)
Nach dem
Tod von Simon,
Jakob Gervinus, veräußerte
seine Tochter Anna
Elisabetha, verwitwete Bettinger, die Lockersmühle mit
allem Zubehör vertraglich
am 28.04.1699 an Johannes
Göttgen,
Müllermeister, und Ehefrau Maria
Katharina gegen Zahlung
von 200 Reichstalern und
5 Maltern Korn
jährlicher Pacht. Anna Elisabeth
Bettinger
heiratete später den
Inspektor Johann Heinrich Müller
zu Simmern. Jakob Gervinus Simon,
Kirchenschaffner der Gemeinschaft
. . . Gutenberg
auf dem Disibodenberg, erhielt um
1658 die Lockersmühle von
seinem Großvater Wilhelm
Eichhorn, Schultheiß zu
Baumholder, der sie im
Jahre 1608 von
Peter Auerbacher erwarb.
Vorbesitzer der Mühle war
Peter Müller, Im
Jahre 1541 wurde
der Mühlenbesitzer vom
Hofgericht verpflichtet, an die Kellerei
in Lichtenberg 7 Malter
beiderlei Frucht (halb
Korn und halb
Hafer) und 16 Kapaunen
jährlich zu liefern.
Auch Göttgesmühle
genannt.
Heute wohl nur noch Reste
vorhanden.
Die Lockersmühle
tauchte 1540 auf.
1619 wurde sie an den
Baumholderer Schultheiß Wilhelm Eichhorn verliehen.
1656 war sie in Besitz
eines Jakob Simon, der trotz verschiedener Mängel an dem Gebäude die Mühle noch
betrieb und seinen Pachtzins nach Lichtenberg lieferte. Am Wasserbau war ein
großes Stück der "Zwerchmauer"
heruntergefallen und es war zu befürchten, dass auch der Giebel am Wasserbau
"scheiden" werde. Wenn, so hieß es, dei
Schäden nicht beseitigt würden und der Giebel umfallen sollte, "so wird
die Mühle mit Schindeln und Gaubendach" gar zu
Haufen gehen.
1673 war sie unter dem Beständer Simon Jakob Gervinus,
Klosterschaffner auf dem Disibodenberg, "in
ziemlichem Gang".
Später kam sie durch
dessen Tochter Anna Elisabetha in die Hände der zweibrückischen
Beamtenfamilie Bettinger.
Diese Mühle lag nicht
weit von der Brandmühle und wurde von den Bächen der Totenalb
gespeist. Die Einwohner von Grünbach, Ronnenberg und Mambächel waren hierhin gebannt.
Sie hatte zwei
oberschlächtige Wasserräder, die zwei Mahlgänge betrieben. Sechs Malter Korn
musste der Müller für die Mühlenrechte an die Herrschaft liefern.
Über der Eingangstür zur Lockersmühle stand die Inschrift:
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seit um 1541 MÜLLER,
Peter Müller
bis 1608 AUERBACHER,
Peter Müller
- seit 1608 bis
1658 EICHHORN, Wilhelm Schultheiß * vor 1588
- seit 1608 SIMON,
Jakob Pächter
- seit um 1658 bis
1699 GERVINUS, Jakob Simon [131 (S.Fehler:
Referenz nicht gefunden)] Besitzer
† vor 1699, Enkel des Vor-Vorgängers
- seit 1662 bis 1720 BASTIAN,
Melchior [20 (S.207)] Müller * 26.04.1643
† 20.12.1715
- seit 28.04.1699 bis
1720 GÖTTGEN, Johannes [141 (S.Fehler:
Referenz nicht gefunden), 142 (S.Fehler:
Referenz nicht gefunden)] Müller
* um 1642 † 13.02.1720, Schwiegersohn des Vorgängers
- seit um 1713 bis
1739 GÖTTGEN, Friedrich oo 1/1 vor 1713
Müller * 04.09.1686 † 04.01.1739
- seit 1734 bis 1766 GÖTTGEN,
Johann Jakob [145 (S.349), 147 (S.349)] Müller * 1713
† 28.02.1766, Sohn des Vorgängers